Hohe Krankheitsquote ist ein grosser Kostentreiber. Gleichzeitig kann er ein Indiz für fehlende Wertschätzung gegenüber dem Personal. Entlöhnung, Weiterbildungsmöglichkeiten, Planung der Dienste und Mitwirkung sind die Hebel gegen hohe Fluktuation und Krankheit.
Das Nationale Monitoring Pflegepersonal stellt Daten zusammen, um die Situation des Pflegepersonals in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen in der Schweiz abzubilden. Mit regelmässigen Aktualisierungen ist es ein wichtiges Instrument zur Evaluation der Massnahmen, die im Rahmen der Umsetzung der Pflegeinitiative (Art. 117b BV) ergriffen werden.
Die Häufigkeit von Absenzen am Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen ist ein Indikator für das Belastungsniveau der beruflichen Tätigkeit. Im Pflege- und Betreuungsbereich bergen mehrere Aspekte der Arbeitsbedingungen das Risiko eines erhöhten Belastungsniveaus. Dies gilt vor allem für die körperliche Belastung und für die Belastung durch Stress.
Der Indikator zeigt die Anzahl der Tage pro Jahr, an denen das Pflege- und Betreuungspersonal krankheits- oder unfallbedingt der Arbeit ferngeblieben ist. Zusätzlich wird die Absenzenquote ausgewiesen. Diese entspricht der jährlichen Dauer der Absenzen in Prozent der vertraglich festgelegten jährlichen Arbeitszeit.
Der Indikator umfasst Pflege- und Betreuungspersonen, die in Institutionen des Gesundheitswesens (Spitäler und Kliniken, Alters- und Pflegeheime und Spitex) tätig sind. Ergänzt werden die Ergebnisse durch Angaben zu den Absenzen aller in den Gesundheitsinstitutionen tätigen Personen.
Der Indikator informiert ausschliesslich über die Situation des derzeitigen Personals. Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in ihrem angestammten Beruf arbeiten können, werden nicht berücksichtigt. Entsprechend ist der Indikator mit einem möglichen Selektionseffekt behaftet.

Absenzen der Vollzeitbeschäftigten in Tagen und als Quote in %

Absenzen vollzeitbeschäftigten Pflege- und Betreuungspersonen in Tagen und als Quote in %
Das Monitoring wurde vom Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) entwickelt.
Bericht: Absenzen durch Krankheit/Unfall