Die Ratslinke fordert, dass den Pflegenden in kantonalen Spitälern stets die Teuerung ausgeglichen wird. Auch wenn sie einen Erfolg verbuchen konnte, dürfte es das Anliegen letztlich schwer haben.
Gianna Berger (AL), Erstunterzeichnerin der Initiativen, erläuterte, dass der Teuerungsausgleich seit 2022 nicht mehr verbindlich an die Empfehlung des Regierungsrates gekoppelt sei. Dieser Spielraum sei jedes Jahr missbraucht worden, um beim Personal zu sparen. «Wer will, dass seine Erfahrung dem Lohn angerechnet wird, muss regelmässig den Beruf wechseln.» Dies verursache eine ungewollte Fluktuation.
Die diplomierte Pflegefachfrau Psychiatrie zeichnete ein dramatisches Bild von den Arbeitsbedingungen in Spitälern. «Noch vor zehn Jahren war das Wort Streik in Gesundheitsinstitutionen absolut kein Thema: Heute ist das anders.» Die Spitäler trügen die Verantwortung für die Versorgung und nicht für die Rendite.
– schreibt tagesanzeiger.ch am 8.9.2025